Agiles Führen – was ist das eigentlich?

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Agilität ist ist in aller Munde. Seit einiger Zeit kursiert auch der Begriff „Agiles Führen“ durch Literatur. Doch was ist das überhaupt? Und was verstehen die unterschiedlichen Ansätze darunter?

Woher kommt der Begriff „Agiles Führen“?

Der Begriff Agilität kommt aus der IT Welt. Dahinter stand die Idee von einer Führung in Selbstorganisation, eine Führung die weniger wie bei Management 2.0 führungskraftzentriert ist sondern bei Management 3.0 mitarbeiterzentriert ist.

In der Management 3.0 Welt wird es gerne pauschal als „dienend“ klassifizieren. Gute Führung bleibt gute Führung, auch wenn das Wort agil darin vorkommt. Und eine gute Führungskraft bleibt eine souveräne, innerlich aufgeräumte und menschenliebende Persönlichkeit.

Der Unterschied zwischen agiler Führung und anderen Führungsstilen ist nicht zu unterschätzen, das sei an dieser Stelle deutlich betont. Immer wieder werden im beruflichen Alltag neue Ansätze ausprobiert, Methoden versucht, Techniken getestet, die die Qualität im Sinne besserer Ergebnisse steigern sollen. Das ist gut und richtig, denn wie heißt es so schön: „Versuch macht kluch“, man kann nur besser werden, wenn man bereit ist, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Wege zu beschreiten.

Doch die Agile Führung stellt die klassische hierarchische Führung faktisch komplett auf den Kopf, und zwar aus zwei Gründen. Der erste betrifft die Rangordnung der Mitarbeiter. Sie steigen sozusagen auf, ohne dabei neue Titel zu erhalten. Denn in der agilen Führung geht es in erster Linie um Teamarbeit. Das heißt, dass die Einschätzungen der Mitarbeiter, ihre Ideen und Impulse, ihre Kritik und Innovationen einen anderen, höheren Stellenwert erhalten.

Das konventionelle Delegieren in Form von unwidersprochenen Anweisungen entfällt, weil jedes Teammitglied aktiv an den Prozessen beteiligt wird. Dieser Teamgedanke ist längst nicht für jede Führungspersönlichkeit einfach zu meistern, erfordert er doch viel Vertrauen in die Mitarbeiter und die eigene Fähigkeit loszulassen. Womit wir bei den ganz persönlichen Herausforderungen für die Führungskraft im Zusammenhang mit agiler Führung wären.

Und wie agil führen Sie?

Führen Sie überhaupt agil? Haben Sie bereits Erfahrungen mit dieser Methode sammeln können? Wenn ja, freue ich mich auf Ihr Feedback, auch und besonders Ihre kritischen Rückmeldungen. Denn agiles Führen ist mit einem dauerhaften Prozess verbunden, dass dieser nicht immer reibungslos verlaufen kann, versteht sich von selbst.

Kommentieren Sie doch einfach Ihre Eindrücke, oder schreiben Sie mich per Mail an. Anrufen können Sie natürlich auch, wenn Sie das persönliche Gespräch favorisieren.

So oder so: Ich freue mich auf Sie!

Alexander Markwirth